Nicht ganz so früh wie am Vortag, um 8.30 Uhr ging es los zum Frühstück und dann weiter mit der U-Bahn in Richtung Lama Tempel. Dieser ist der größte buddhistische Tempel in China, außerhalb von Tibet. Wir organisierten uns einen Audioguide auf englisch und bummelten los. Es gab vier große Hallen und etliche keinere an den Seiten. Dank Audioguide war es sehr informativ und interessant. Alle Chinesen zündeten
21. Tag – oder Drumtower (Trommelturm) Shows sind cool
04.06.2011 by andrea20. Tag – oder wie wir in einer höllen Hitze die verbotene Stadt durchquerten
03.06.2011 by andreaDer Wecker läutete früh Morgens um sechs Uhr, da wir die verbotene Stadt begutachten wollten. Wie sich später herausstellen sollte, trotzdem etwas zu spät um dem wahnsinns Touristentrubel zu entgehen. Aber zuerst gab es noch die chinesische Variante von einem französischen Frühstück mit Wassermelone!
Gestärkt und fast munter ging es in die U-Bahn und für nur 2 Yuan (in etwa 20 Cent) bis zum Tian´anmen Platz und von dort zu Fuss zum Eingang der verbotenen Stadt (zur Erinnerung dieser Patz ist wirklich riesig, also hier begann unser Monsterwandertag).
Die verbotene Stadt ist rieieieieiesig (und man könnte sogar noch etwa hundert ies anhängen um der Größe der Plätze in dieser Stadt gerecht zu werden). Die Gebäude, Plätze und auch die Treppen mit Steinreliefs sind beeindruckend. Das Innenleben (sollte man einen Blick darauf erhaschen können) ist teilweise vorhanden, auch relativ interessant, aber nicht so ganz das was ich mir erwartet habe. Trotzdem nicht davon abhalten lassen sie anzuschauen, sollte man nach Peking reisen. Nun kommt noch die Begründung für meine obrige Aussage. Es hatte ca. 33°C und es waren Menschenhorden unterwegs. Also musste man sich wirklich mit viel körperlichem Einsatz durchkämpfen um einen kleinen Blick auf das Innere einer Halle zu erhaschen. Natürlich musste man sich dann auch noch, mit noch mehr Einsatz fast schon brutal wieder aus der Menschentraube herauskämpfen. Und wir hatten keinen Fremdenführer oder Audioguide. Also ich glaube mit einer Führung, weniger Menschen und trotz Hitze ist die verbotene Stadt ein tolles Erlebnis. So war es interessant und beeindruckend, aber extrem anstrengend und kräfteraubend. Der kaiserliche Garten mit vielen aufgebauten “Felsen”, die Nebengebäude und Wege waren etwas ruhiger und somit angenehmer zu durchwadnern.
Nach etwa 6 Stunden ließen wir die verbotene Stadt hinter uns und machten uns auf den Weg zum Perlenmarkt. Am Weg dorthin aßen wir noch das teuerste Eis der Welt in einer Hägen Dasz Filiale, 7 Kugeln um 20 Euro und das in China. Aber es war wenigstens sehr lecker.
Nun zum Perlenmarkt. Das ist ein großes Gebäude mit allem darin was man so braucht oder auch nicht braucht, aber trotzdem kauft. Dahinter gibt es ein Gebäude in dem eine Menge Spielsachen, Geschenksartikel und Bürobedarf angeboten wird. Nachdem wir ein bisschen Geld ausgegeben hatten machten wir uns auf den Weg in die Silk Street um dort die letzten Besorgungen zu machen (wieder Mal shoppen!).
Am Abend stand noch ein Marktbesuch auf dem Program, wo wir einige Früchte (Drachenfrüchte, Lychee, Wassermelone) erstanden haben. Nach dem Verzehr der Frücht (sehr lecker) und einem gepflegten Bier ging es in die Horizontale, da unsere Plattfüße (kann man nach diesem Tag nur noch so nennen) eintspannen mussten.
19. Tag – Oder endlich wieder Faulenzen in der gemütlichsten Großstadt der Welt
02.06.2011 by fronkNach knapp 13 Stunden Schlaf im wohl gemütlichsten Rollbett der Welt kamen wir frisch, ausgeruht und voller Elan in unserem guten alten Beijing an. Gleich darauf standen wir vollbepackt 30 Minuten bei 30 Grad in der Taxiwarteschlange im Pekinger Westbahnhof. Dem Taxifahrer haben wir wie immer unsere U-Bahnstation angesagt (ping’anli; was die meisten Taxifahrer mittlerweile schon beim ersten mal Ansagen verstehen).
Das Taxi in die richtige Straße gelotst, kamen wir also an: schwitzend, fertig und unglaublich müde. Trotzdem ist es schön Beijing bei blauem Himmel und richtiger Sonne zu erleben.
Nach einer eiskalten Dusche gings gleich darauf mit frischem Schwung per U-Bahn Richtung Silk Street, um noch die letzten Besorgungen zu erledigen.
Nach erfolgreicher Schnäppchenjagd (besser gesagt: Feilchen bis aufs Unterhemd), war es Zeit für’s Abendmahl. Es gab: 4 Drachenfrüchte, 3 Riesenbananen, eine Melone und einen ganzen Sack voll Lychees. Und das Ganze für 40 Yuan (4 Euro!). Direkt vom Markt im Hutong nebenan.
Zum Abrunden gabs noch coole Brandteigkugeln mit Vanille-Creme-Füllung und rotem Fell. Hat etwas eigenartig geschmeckt: Das rote Fell war Chillipulver mit Salz
Achja, Bier gabs natürlich auch (da antibakteriell).
18. Tag – Oder das warten auf den Zug
02.06.2011 by upholderDer 18. Tag war geprägt davon noch ein paar Eindrücke aus Pingyao aufzusaugen und zu entspannen bevor es wieder zurück in die schnelle und laute Stadt ging. Wir schlenderten durch die Stadt, kauften noch ein paar Mitbringsel und aßen und tranken Bier (da antibakteriell). Nach der Nahrungsaufnahme kam ich auf die super Idee Andrea für eine Fußmassage zu begeistern. Nach 2 Stunden hatte ich sie soweit und sie willigte ein. Der Fehler meinerseits war, das ich sie dabei bis zur Tür begleiten wollte. Aber so wie immer in China wenn man mal bei einer Tür reingeht bleibt man auch drinnen. Eine Stunde dabei zu zusehen wie meine Frau eine Fuß- und Rückenmassage bekommt war nicht sonderlich aufregend. ABER Danach entschloss ich mich für eine Kopf und Rückenmassage. Herrlich. Zum leidwesen für Fr0nk gab es recht viel Massage fürs Geld. Der Spaß dauerte 2 Stunden und da er sich zunächst geweigert hatte musste er allein im Lokal gegenüber warten. Nachdem wir aber scheinbar entspannt genug aus dem Massagesalon heraustraten und 30 Minuten schwärmten, kam auch Fr0nk in den Genuss einer Massage.
So entspannt und ausgeruht konnten sich unsere tapferen Reisenden auf den Weg zum Zug machen. Die Wartezeit ist in China immer recht kurz da in diesem kleinem Land mit den wenigen Schienenkilometern und Bahnhöfen es scheinbar leichter ist die Züge IMMER pünktlich fahren zu lassen als in unserem schönem Österreich. Von den Preisen ganz zu schweigen. Wir bezogen unsere Schlafkojen und dann war auch schon das Licht aus. In den günstigeren Schlafwagen sind 6 Liegen pro “Abteil” und keine Türe zum Gang. Das Licht wird um 22:00 Uhr gelöscht und die Musik ausgeschaltet. 13 Stunden Zugfahren vor uns und das um 15 Euro.
Fazit: Auch Chinesen schnarchen, nicht nur ich.
17. Tag – Oder im Lonely Planet stehen nicht alle coole Sachen
30.05.2011 by upholderUpdate Update Update
Nach dem gestrigen faulen Tag an dem wir diesen wundervollen Tag geplant haben, haben wir einen Ausflug (neu Deutsch Trip) zum Mianshan Mountain unternommen.
Gleich vorweg ich werde hier keine Fressorgien beschreiben weil das ja schon bemängelt wurde.
Das Gebiet ist riesig und es gibt unzählige Tempel und Naturdinger zu bewundern. Um 08:00 setzten wir uns in unser Privatauto mit Chauffeur. Nach cirka 80 Minuten waren wir unserem Ziel so nahe gekommen, dass wir aussteigen konnten. Die Leute an der Ticketverkaufsstelle haben so lange auf uns eingeredet bis wir auch einen Tourguide dazugebucht hatten. Das sollte sich noch als weise Entscheidung herausstellen. Also gings wieder ins Auto das jetzt doch überfüllt war weil der Tourguide auch mitfuhr. Die acht Kilometer durch Schlucht waren mit dem Taxi schnell zurückgelegt und wir konnten direkt vor dem Naturwanderpfad aussteigen. Dieser besagte Pfad schlängelte sich durch eine enge Schlucht durch die auch einer der wenigen Wasserläufe in Shanxi fließt. Deswegen heiliger Weg und so. Wir wanderten ungefähr 2 Stunden bis zum Ende und wieder zurück zum Anfang. Unterwegs sahen wir so lustige Dinge wie Dinosaurier (natürlich Plastik), Plastik Rehe und Hasen und hast du nicht gesehen. Das Zeug passte auf jedenfall nicht hierhin. Abgesehen von chinesischem Kitsch gab es noch wasserspeiende Steindrachen, Elefantenrüssel, Betrunke mit Weinkaraffen (aus Stein), Buddhas und alles mögliche und unmögliche was zumindest halbwegs hierher passte. Während dem Zurückmarschierens (kleine Chinesen gehen nicht) taute unser Führer zunehmends auf und man konnte sogar normal mit ihm reden. Das lag aber nicht daran das wir so unsympathisch sind sondern daran das er vor 4 Jahren mit der Uni fertig wurde und seitdem fast kein Englisch mehr gesprochen hat. Nachdem sich unser Englisch aber als annähernd gleich gut oder schlecht herausstellte konnten wir ganz entspannt über Gott und die Welt plaudern. Jetzt wurde ihm auch klar das die drei pummeligen “Westies” doch in der Lage dazu sind ihre Füße zu benutzen.
Somit wanderten wir durch die chinesische Variante der Bärenschützklamm. Es war richtig spannend von einer rostigen Eisenplattform zur nächsten zu springen und dabei aufzupassen seine Kamera nicht zu versenken. Um einen “Forrest Gump Spruch” anzubringen: Und weil wir schon so weit gelaufen waren konnten wir auch gleich weiter laufen. Der Weg führte weiter zu einem Tempel einer lokalen Berühmtheit. Dieser hatte sich Bein amputiert damit er dem Kaiser etwas zu Essen geben konnte. Trotzdem wurde er verbrannt. Seitdem feiern ihn die Menschen in der Region und schlafen einmal im Jahr für ein paar Tage in seinem Tempel und essen nur kaltes Essen (er wurde ja verbrannt). Dort oben stellte sich auch heraus das anscheinend irgendein Westie sich über die Geschichten im Tempel und die Götter lustig gemacht hatte. Darüber war unser Guide natürlich nicht begeistert und nahm an das alle Westies so seien. Es kostete uns einige Überzeugungskraft das wir ganz anderer Meinung sind als diese anderen Trottel (entschuldigung).
Danach war er bereit uns einige Buddhistische Tempel zu zeigen. Andrea und ich erklammen 400 Stufen zu einer Bergspitze und wanderten dort ungefähr eine Stunde zum Tempel of Completeness. Dort wurden wir von Mönchen eingeladen Räucherstäbchen anzuzünden und vor den Statuen zu platzieren. Einige von den Statuen waren eigentlich mumifizierte Mönche die in Ton eingepackt waren. Bei einigen sah man noch Zähne und bei anderen ragten Kleidungs- oder Knochenstücke heraus. Jedenfalls,l wenn man den Menschen dort mit Respekt begegnet (so wie das eigentlich überall sein sollte) kann man beinahe nicht an einem Tempel vorbei gehen ohne eingeladen zu werden. Fotos vom Inneren der Tempel gibt es natürlich nicht. Da wir weiter gegangen sind als ausgemacht haben wir natürlich auch länger gebraucht als ausgemacht. Frank und der Fremdenführer wollte schon eine Vermisstenanzeige aufgeben. Aber zum Glück kamen wir noch rechtzeitig zurück. Da unser Guide jetzt von unserer Aufrichtigkeit überzeugt war besuchten wir noch einige Taoistische Tempel.
Im Taoismus gibt es fast für alles einen Gott und jeder von denen Hat noch Verwandte. Auch hier wieder das selbe Bild. Die Mönche luden uns ein Raucherstäbchen anzuzünden und zu den Göttern zu beten. Was wir natürlich auch taten. Immerhin gibt es einen Gott für Reichtum und Wohlstand. Isgesamt gibt es dort zirka 80 Götterstatuen in 10 Gebäuden zu bewundern. Im Taoismus gibt es für jedes Jahr im chinesischem 60 Jahres Rhythmus einen eigenen Gott. Damit gibt es mit den lokalen Helden und Göttern unzählige Möglichkeiten für sein Glück, langes leben, Wohlstand und was weiß ich noch alles zu beten. Eigentlich sehr interessant auch etwas über die Hintergründe zu erfahren. Aber all das hier aufzuzählen würde den Rahmen dieses Blogs sprengen.
Update:
Die Heimfahrt gestaltete sich wie immer recht unspektakulär und wird hier nicht weiter erwähnt, außer das unser Fahrer scheinbar nicht mehr in die Altstadt fahren wollte und uns einfach vor dem Südtor hinaus warf.
Blöd da wir eigentlich noch einen Bankomaten aufsuchen wollten. Der Fußmarsch zum Hostel war aber zum Glück in 10 Minuten bewältigt. Dort gab es zuersteinmal Essen (keine beschreibung
) und Bier (schon wieder) . Der Verzehr dieser Nahrung ging recht schnell vonstatten da wir im / am Mianshan Mountain insgesamt 7 Stunden verbracht haben und dem entsprechend hungrig waren. Die Autofahrten dauerten auch noch mindestens 2 Stunden. Alles in allem ein ganzer Tag ohne Essen bis zum Abend. Eigentlich wie immer. Das Hungerproblem war gelöst also blieb nur mehr das Geldproblem übrig.
Der Weg zur Bank war weit und unsere Füße dank der vielen Stufen lahm. Also mieteten wir uns ein Tandem und fuhren los. Und kamen an. Geld abgehoben und am Heimweg noch ein paar Touristen an gehupt. Das Fahrrad überlebte die Tortur beinahe unbeschadet und konnte ungefähr eine Stunde später wieder zurück gegeben werden. Mit Geld in der Tasche hatten wir uns noch das ein oder andere kühle Getränk in der Bar nebenan verdient. Um 22:00 oder so gings ins Bett weil wir ja heute (31.5.) mit dem Zug nach Peking aufbrechen.
Achja es gibt (schon wieder) neue Bilder in der Gallerie.
Kein Tag aber ein erster Rückblick
29.05.2011 by upholderEs ist Tag 16. Die Zeit ist 12:00 Uhr. Der erste Rückblick auf die vergangenen Tage oder sollte ich sagen Wochen wird langsam aber sicher fällig.
Für die Statistik
Provinzen:
- Beijing
- Guangxi
- Chongqing
- Shaanxi
- Shanxi
Städte:
- Beijing (Peking)
- Guilin
- Yangshou
- Chongqing
- Xi´an
- Pingyao
Verkerhsmittel:
- Flugzeug
- Taxi
- Bus
- Langdistanzbus (ganz was anderes als normaler Bus)
- Zug (Hardseater bis jetzt)
- U-Bahn
- Schiff
- Privatauto
- Minivan oder Minibus
- Cable Car (Seilbahn)
- Sessellift
- Sommerrodelbahn
Zeit in Fahrzeugen:
- Zug 13 Stunden
- Taxi 6 Stunden
- Bus (normal) 1 Stunde
- Langdistanzbus 7 Stunden
- Sommerrodelbahn 10 Minuten
- Seilbahn 5 Minuten
- Sessellift 10 Minuten
- Minivan 2 Stunden
- Privatauto 5,75 Stunden
- Flugzeug (nur in China) 4,5 Stunden
Distanzen (Luftlinie):
- Zug 564 Km
- Flugzeug Guilin nach Chongqing 599 Km
- FLugzeug Beijing nach Guilin 1720 Km
- Langdistanzbus ca. 420 Km
- Taxi ca. 150 Km
- Privatauto 300Km
- Sommerrodelbahn 2 Km
- Sessellift 2 Km
- Seilbahn 4 Km
- Bus 3 Km
- Minivan 110 Km
1400 Fotos geschossen und bis jetzt 1300 hochgeladen.
Es gibt wieder neue Bilder in der Gallerie
PS: Es ist ein Bild auf dieser Seite versteckt! Es zeigt einen Meter Schnaps. Derjednige der den ersten Kommentar mit der Antwort schreibt bekommt einen Keks.
15. Tag – Oder antike chinesische Häuser sind riesig
28.05.2011 by upholderIch steige aus dem Beeeeett und dreh den Swag auf….. ups falsches Fenster. Nagut ganz falscher Text.
Aber trotzdem stiegen wir aus dem Bett um uns an den Frühstückstisch zu begeben. Es war 08:00 Uhr. Die ersten Tourteilnehmer wurden bereits unruhig. Den wir hatten eine Tour zu Wangs Hof und zu der Untergrundfestung. Die Tour sollte wie angekündigt um 09:00 Uhr starten wie am Vortag ausgemacht. Aber Amerikaner haben es scheinbar nicht so mit dem Zuhören wie sich im laufenden Tag heraustellen sollte. Also aufgegessen und trotzdem noch reichlich Zeit um einen Blogeintrag abzusetzen. Als es dann los ging zwängten sich 12 Personen in einen Bus der nur für 11 zugelassen war. Nach einer holprigen Stunde waren wir am „Hof“ angekommen. Das ist nicht nur eine Übertreibung sondern das Ding ist so groß wie eine kleine Stadt in Österreich. Zirka Gleisdorf auf alt und in China. Jedenfalls das Ding ist riesig aber interessant anzuschauen. Wir hatten leider nur 2 Stunden Zeit die Kleinstadt zu erkunden, was leider bei weitem nicht ausreicht.
Danach ging es in das bekannte Underground Castle um schon wieder in Gängen herum zu irren. Unsere Tourguidinn (schön gegendert) war wirklich ausgezeichnet. Sie hat viel zu berichten und wusste beinahe zu jedem Stein etwas zu erzählen. Leider wurde das nicht von allen Tourteilnehmerinnen (bitte, wieder gegendert) gewürdigt. Die Hälfte hörte nicht zu oder schaffte es sogar einen Buddhistischen Mönch wütend zu machen. Wer läuft schon in einen Tempel macht Fotos während er dort betet. …. tja Amis. Nach der ebenso holprigen Heimreise gingen wir zu einem Geldautomaten. Der liegt hier am anderem Ende der Stadt. Somit kamen wir bei einem günstigen Teegeschäft vorbei und kauften uns Teegläser und Tee.
Schlussendlich kann ich nur zum heutigen Tag folgende Erkenntnisse aufzählen:
- Amerikaner sind laut und Rüpelhaft
- Franzosen mögen kein chinesisches Essen und können auch nach 2 Monaten noch nicht mit Stäbchen unmgehen. Interessante Kombination für einen derart langen Urlaub.
- Es ist schön hier. Wir haben festgestellt das wir sehr anspruchslos und umgänglich sind. Das ist gut.
Abends gab noch ein leckeres Essen und Bier. Wir müssen Bier trinken da es antibakteriell ist.
Den Wein den man hier bekommt erinnert eher an Likör mit ganz viel Zucker. Die Pancakes waren auch ausgezeichnet. Alles in allem ein netter Abend.
14. Tag – Oder schon wieder ein Verkehrmittel mehr getestet
28.05.2011 by upholderUm dem Wahnsinn zu entgehen und wieder etwas zur Ruhe zu kommen haben wir beschlossen uns auf den Weg nach Pingyao zu machen. Ich weiß wir unkreativen Säcke waren ja schon einmal dort. Aber es ist ein super Zwischenstop vor Peking um noch einmal Ruhe einkehren zu lassen. Unser Busticket das wir gestern mit Händen und Füßen erstanden haben entwerteten wir heute um 9:30 Uhr im Bus.
Diese Langdistanzbusse (was für ein Wort) sind ausgesprochen komfortabel. Auch ausladende Europäische Körper finden in den weiten Ledersitzen ausreichend Platz. Bis auf eine Pinkelpause und einen Essenspause war die Fahrt recht unspektakulär. Gott sei dank (Wenn man das als Agnostiker sagen darf). Im Bus liefen auch gute alte Hong kong Actionfilme aus den Achzigern. Die Handlung versteht man auch ohne ein Wort zu verstehen und sind somit sehr unterhaltsam.
Nach 7 Stunden wurden wir darauf hingewiesen, wieder mit Händen und Füßen, das wir Pingyao erreicht hätten. Dort wurden wir freundlich aus dem Bus geworfen und weg war er wieder. Scheinbar hatte einer der Leute im Bus einen Bekannten angerufen das 3 Langnasen dort abzuholen sind. Er verdiente sich für die 15 Minuten 50 Yuan. Das Busticket hat 160 Yuan gekostet. Aber egal wir waren in einem winzigen Suzuki bei 32° C Aussentemperatur unterwegs und mussten die 5 km nicht zu Fuß gehen. Im Hostel angekommen wurden wir sogar wieder erkannt von der sehr freundlichen Besitzerin. Es gab sogar ein gratis Bier weil es unser zweiter Besuch war.
Endlich Ruhe nach dem Trubel der letzten Woche.
13. Tag – Oder Keramik ist manchmal doch interessant
28.05.2011 by upholderNach diesem anstrengenden Vortag gönnten wir uns eine größere Mütze Schlaf. 10:00 Uhr war die Zeit für das Frühstück. Nachdem dann auch noch einige Bilder hochgeladen waren, dem relativ schnellen Internet sei Dank, ging es gegen Mittag zu den Töpferwaren. Wir schnapten uns das erste Taxi hieltem ihm ein Bild von den Terracotta Kriegern unter die Nase und fuchtelten so lange mit den Armen bis ihm klar schien wo wir hin wollten. Nach einer 80 minütigen Autofahrt kammen wir wirklich an unser gewünschten Destination an. Die Fahrt kostete sagenhafte 110 Yuan.
Die lästigen Tourguides waren schnell abgewehrt und wir hatten auch schnell die Tickets in der Hand, nur um dann in einer langen Schlange zu warten. Das dauerte dank chinesischer Disziplin 5 Minuten. Nur bei den Golfkarts die einen zum Eingang befördern war kein Fortschritt bemerkbar. Wir nahmen die mörderische Entfernung zum richtigem Eingang dann einfach per pedes. Höllische 1000 Meter waren es. Es kam uns vielleicht weiter vor, da das Wetter eher zum am Strand liegen eingeladen hätte.
Der letzte Sicherheitscheck lag hinter uns und die Gebäude mit den Scherben lagen vor uns. Wir wuselten durch alle Gebäude und waren cirka 5 Stunden später fertig. Die Ausstellungen sind leider nicht ganz so spannend. Die Beschriftungen von den Fundstücken sind leider relativ vage und beinhalten beinahe keine Hintergrundinformationen. Wenn die beschriftung einer roten Vase einfach nur:”Rote Vase” ist dann …. naja es ist wenigstens interessant die Dinge anzuschauen, auch ohne hilfreiche Beschreibung.
Zurück im Hostel angekommen wollte man seinen Sanitären bedürfnissen nachkommen. Dazu kam es leider nicht. Die Gemeinschaftsduschen waren gelinde gesagt in einem abstossendem Zustand. Die einzige westliche Toilette wurde von einem fetten Amerikaner, der scheinbar zu blöd ist zum scheissen, komplett unbrauchbar gemacht. Auf jedenfall war er nicht in der Lage eine Anweisung zu befolgen die aus einem kurzen Satz besteht. Ich spare hier die näheren Details aus. Nachdem ich mich beruhigt hatte mietete ich das einzig freie Zimmer mit Bad. Somit war die Körperhygiene gerettet.
Abgesehen von der Notdurft gab es ja auch noch das Gegenteil davon zu erledigen. Das Restaurant im Hostel hatte leider kein einziges chinesisches Gericht auf der Karte. Daraufhin beschlossenen wir einen “Western Food Day” einzulegen. Wenn der Tag essenstechnisch schon verhaut ist dann wenigstens richtig. Für Fronk gab es Indisch, für Andrea einen Burger und für mich eine Pizza. Die Portionen waren aber leider so dermaßen klein das wir ausserdem auf dem Weg zum “Bell Tower” noch einen Dunkin Donuts besuchen mussten.
Der Bell Tower ist ein alter Glockenturm mitten in einem riesigen Kreisverkehr. Die Aussicht von dort war fantastisch. Und durch Scheinwerfer angelockte Insekten boten ein Festmahl für unzählige Schwalben. Alles in allem ein schönes Spektakel.
Auf dem Heimweg kehrten wir noch bei einem KFC ein, um den “Western Food Day” abzuschliesen.
12. Tag – Oder 13 Stunden im Zug sitzen
27.05.2011 by upholderDa wir erfolgreich, sprich rechtzeitig, am Bahnhof eintrafen, war es auch nur logisch das wir auch rechtzeitg im Zug saßen. Wir waren mit errechnet 1800 Chinesen im Zug. Pro Wagon 118 Personen. Ihr könnt euch selbst ausrechnen wie lang der Zug war. Wir waren in der so genannten “Hard Seater” Klasse unterwegs. Die Billigste. Die Sitze sind zu schmal aber gepolstert nicht so wie der Name befürchten lässt. Näher an das “echte China” kann man fast nicht kommen.
Viel mehr kann man zu diesem Tag eigentlich nicht sagen. Die Erkenntnis, dass Chinesen die ganze Zeit Essen können und es auch tuen. Und quer durch Xian zu laufen ist nach so einer Zugfahrt auch nicht sehr entspannend.
Wenigstens konnten wir noch unser Freibier in der Hostelbar einlösen. Das Einschlafen war somit gar kein Problem mehr, möchte man meinen. Die Duschen und Toiletten waren zu dieser Zeit, ca. 23:30, leider schon arg mitgenommen.
