Tag 5, 6 und 7 – Qingdao

12.05.2012 by fronk

Donnerstag früh ging es ohne Frühstück auf zum Südbahnhof. Um 7:45 Uhr sollte unser Zug nach Qingdao (tschingdao) gehen. Deshalb “sollte”, da er bereits um 7:42 abfuhr, es waren nämlich schon alle Fahrgäste im Zug. Dadurch waren wir sogar 4 Minuten früher am Ziel als angekündigt, nämlich 12:02 statt 12:06. DAS MUSS DIE ÖBB MAL SCHAFFEN!

Qingdao ist eine Hafenstadt im Nordosten Chinas, am gelben Meer. Ca. 1200 km von Beijing entfernt. Die Stadt war lange Zeit deutsche Kolonie, weshalb auch viele deutsche architektonische Einflüsse zu erkennen sind.
Unser Zug erreichte eine Spitzengeschwindigkeit von 316 km/h. Ansonsten war die Fahrt recht unspektakulär, der Zug wurde nach deutschem Vorbild gebaut und schaut dem ICE auch sehr ähnlich.

In Qingdao angekommen war es erstmal kalt. Und windig. Als wir dann endlich ein Taxi gefunden haben, dass uns zum (12 Stunden vorher gebuchten) Hostel brachte, wurde das Wetter schon wieder angenehmer. Zumindest der Wind ist in der Innenstadt nicht mehr so stark.
Das Hostel selbst ist in einem vierstöckigen, fast 100 Jahre alten deutschen Haus in der “Deutschen Straße”, im deutschen Teil der Stadt untergebracht. Nicht ganz das, was wir uns unter Chinaurlaub vorstellen, aber naja. Das Zimmer war ganz in Ordnung, es gab eine Bar und bis auf die Tatsache, dass es im ganzen Haus keine einzige westliche Toilette gab (nur so ein asiatisches Loch im Boden), gab es eigentlich nichts zum aussetzen.

Nach Ankunft und Check-In ging es erstmal auf Erkundungstour und vorallem auf Futtersuche.
Unser treuer Begleiter namens Lonly Planet hatte auch gleich die richtige Adresse parat, ein Barbeque (Grill) Lokal. Dabei handelte es sich um ein Shishkebap Lokal. Also Spieße mit Fleisch und Fisch und wer weiß was noch drauf. Da nicht wirklich gleich erkennbar war, um was es sich bei den Zutaten handelte, haben wir uns etwas normales ausgesucht. Ich hatte frittierten Fisch mit süß-saurer Sauce, Alec hatte irgendwas mit Fleisch, Gemüse und Schwammerl und die anderen beiden haben sich was mit Chillis und Rindfleisch ausgesucht. Das hat am Bild auch wirklich gut ausgeschaut. In Wirklichkeit war das aber rohes Fleisch in heißem Chilli-Öl. Aber nicht heiß genug, dass das Fleisch auf irgendeine Weise gekocht worden wäre. Noch dazu hat das Fleisch nach nix geschmeckt.
Nach weiterer Stadterkundung gabs dann noch was an einem Straßenstand.

Am nächsten Tag gings nach einem Frühstück mit süßem Toastbrot, Ei und Spamwurst auf zum Strand Nummer 6. In wassernähe war es wieder kalt und windig. Wir haben alle schon schönere Strände gesehen, aber das war auch nicht der schönste, sondern der nächste Strand.

Nach dem Strand schauten wir uns noch das Qingdao-equivalent der Silkstreet an.
Nach einigen neuen Eindrücken gings dann zurück ins Hostel um bei diversen Tsingtaos über die weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Wir entschlossen uns am nächsten Tag nach Beijing zurückzufahren.

3. Tag – Eat drink shop

09.05.2012 by upholder

Die Betten wurden uns erst am späten Vormittag los. Gegen 10 Uhr. Gerade noch rechtzeitig um sich das Frühstück einzuwerfen. Nach dem Leeren der Teller wurde zuerst nichts getan….. ausser vielleicht Atmen. Gegen 13:30 verliesen wir unsere unterkunft Richtung Wangfujing Street. Dort gab erst mal etwas zu essen um gestärkt zur Silk Street aufzubrechen. Die Hubschrauberflotte die sich nun in unserem Besitz befindet, wird in näherer Zukunft, für hoffentlich spannende Luftschlachten sorgen.

2. Tag –

08.05.2012 by fronk

Nachdem wir Sonntag abend nach dem aufregenden Flug rechtzeitig zum Schlafen gekommen sind, kam auch der nächste Morgen bereits sehr frühzeitig. Um 7 gab es das gewohnte “Red Lantern Hostel” Frühstück. Süßes Toastbrot mit salziger Butter und Spiegelei und Speck. Nach der gescheiten Stärkung gings dann auf in die große Wildnis namens Beijing Innenstadt. Das erste Ziel war die (hoffentlich schon wohl bekannte) Silk Street. Der Riesenmarktplatz auf 7 Stockwerken, wo es von Schuhen, über Gewand, Taschen und Spielzeug, bis zu Schmuck und Uhren, alles gibt.
Hier hat sich jeder erstmal mit all dem eingedeckt, was er zu Hause vergessen hat. Für mich waren das Jeans und Badelatschen.

Nach dieser Tortur gings per U-Bahn wieder zurück zu unserer Xinjiekou (die Straße mit den vielen Gitarrengeschäften, in deren Seitengassen unser Hostel versteckt ist).
Aber statt zum Hostel ging es für uns weiter zu den Seen. Dort gabs auf den coolsten Couches direkt am Wasser erstmal ein kühles Tsingtao zum relaxen.
Die nächsten Tsingtaos gabs dann auf einem Hutongdach mit Sicht über beide Seen und die Straßen drumrum.

Wir besuchten danach noch die altbekannte Shopping-Hutongstraße in der es das beste Restaurant in ganz Beijing gibtgab. Die Straße steht nur noch zur Hälfte, danach ist jetzt Baustelle. Alecs Aussie-Bar ist auch weg.

Nach diversen Tsingtaos am Rückweg zum Hostel, war dieser Tag auch schon vorüber.

1. Tag – Fuck Yeah Beijing ….. again.

06.05.2012 by upholder

Es ist jetzt mittlerweile 18:23 in Peking. Nach gefühlten 100 Stunden und tatsächlichen 22,5 Stunden unterwegs sind wir endlich in unserem Lagerplatz eingetroffen. Die Reise startete für drei viertel von uns in Gleisdorf und für das andere Viertel in Graz. Die Zeitverschiebung beträgt 6 Stunden. Die Verpflegung bei Emirates Airlines ist mehr als ausgezeichnet.

Bisherige Statistik:

3,5 Stunden Gleisdorf –> Schwechat Flughafen (Zug)

Dabei mussten 12 Biere und das ein oder andere Weckerl ihr irdisches Dasein beenden.

Der Flug mit der Boeing 777-300 ER verlief glücklicherweise mehr als nur unspektakulär. Abgesehen von dem ausgezeichneten Lammfilet und den 200 Filmen die zur Auswahl standen kann man darüber eigentlich nichts sagen. Ausser natürlich das 4 so zart gebaute Menschen vielleicht einfach nicht nebeneinander sitzen sollten….. zumindest solange man kein Essen das Schneidbewegungen benötigt isst.

Der Aufenthalt in Dubai (Flughafen) war ziemlich langweilig. 5 Stunden darauf zu warten ob sich der Zeiger der Uhr weiterbewegt ist kein Hobby das ich oder der Rest der Mitreisenden in nächster Zeit aktiv ausüben wird. Memo an alle: AUA fliegt direkt ohne zwischenstopp. Memo an alle die kein Koffein verkraften: Trinkt nicht einen Liter Cola und erwartet danach im Fluggerät schlafen zu können.

Als die fünf Stunden um waren stürmten wir mit 520 anderen Menschen den Airbus 380-800. Die Befürchtung das wir uns mit Sitzplätzen in Reihe 50 ewig durch den riesen Vogel zwängen mussten hat sich als nichtig herausgestellt. Die ersten 40 Reihen sind im ersten Stock des Airbuses. Somit war es nur ein kurzer Weg. Auch hier war das Futter ausgezeichnet. Da könnten sich die anderen Fluggesellschaften gern eine Scheibe abschneiden. Die, also Emirates, haben sogar echte gedruckte Speisekarten. Die Landung verlief wie auch der Start geradezu langweilig. Leise, ohne Rütteln….. wie in einem teuren Auto.

Nach der Landung bestiegen wir den Airportexpresstrain und nach zwei mal Umsteigen folgte ein fünf minütiger Fußmarsch zum Hostel. Checkin erldigt Gepäck versorgt Proviant am Markt gekauft Bier getrunken Füße hochgelegt. ENDE ……. schlafen……..

 

 

 

 

21. Tag – oder Drumtower (Trommelturm) Shows sind cool

04.06.2011 by andrea

Nicht ganz so früh wie am Vortag, um 8.30 Uhr ging es los zum Frühstück und dann weiter mit der U-Bahn in Richtung Lama Tempel. Dieser ist der größte buddhistische Tempel in China, außerhalb von Tibet. Wir organisierten uns einen Audioguide auf englisch und bummelten los. Es gab vier große Hallen und etliche keinere an den Seiten. Dank Audioguide war es sehr informativ und interessant. Alle Chinesen zündeten

20. Tag – oder wie wir in einer höllen Hitze die verbotene Stadt durchquerten

03.06.2011 by andrea

Der Wecker läutete früh Morgens um sechs Uhr, da wir die verbotene  Stadt begutachten wollten. Wie sich später herausstellen sollte, trotzdem etwas zu spät um dem wahnsinns Touristentrubel zu entgehen. Aber zuerst gab es noch die chinesische Variante von einem französischen Frühstück mit Wassermelone!

Gestärkt und fast munter ging es in die U-Bahn und für nur 2 Yuan (in etwa 20 Cent) bis zum Tian´anmen Platz und von dort zu Fuss zum Eingang der verbotenen Stadt (zur Erinnerung dieser Patz ist wirklich riesig, also hier begann unser Monsterwandertag).

Die verbotene Stadt ist rieieieieiesig (und man könnte sogar noch etwa hundert ies anhängen um der Größe der Plätze in dieser Stadt gerecht zu werden). Die Gebäude, Plätze und auch die Treppen mit Steinreliefs sind beeindruckend. Das Innenleben (sollte man einen Blick darauf erhaschen können) ist teilweise vorhanden, auch relativ interessant, aber nicht so ganz das was ich mir erwartet habe. Trotzdem nicht davon abhalten lassen sie anzuschauen, sollte man nach Peking reisen. Nun kommt noch die Begründung für meine obrige Aussage. Es hatte ca. 33°C und es waren Menschenhorden unterwegs. Also musste man sich wirklich mit viel körperlichem Einsatz durchkämpfen um einen kleinen Blick auf das Innere einer Halle zu erhaschen. Natürlich musste man sich dann auch noch, mit noch mehr Einsatz fast schon brutal wieder aus der Menschentraube herauskämpfen. Und wir hatten keinen Fremdenführer oder Audioguide. Also ich glaube mit einer Führung, weniger Menschen und trotz Hitze ist die verbotene Stadt ein tolles Erlebnis. So war es interessant und beeindruckend, aber extrem anstrengend und kräfteraubend. Der kaiserliche Garten mit vielen aufgebauten “Felsen”, die Nebengebäude und Wege waren etwas ruhiger und somit angenehmer zu durchwadnern.

Nach etwa 6 Stunden ließen wir die verbotene Stadt hinter uns und machten uns auf den Weg zum Perlenmarkt. Am Weg dorthin aßen wir noch das teuerste Eis der Welt in einer Hägen Dasz Filiale, 7 Kugeln um 20 Euro und das in China. Aber es war wenigstens sehr lecker.

Nun zum Perlenmarkt. Das ist ein großes Gebäude mit allem darin was man so braucht oder auch nicht braucht, aber trotzdem kauft. Dahinter gibt es ein Gebäude in dem eine Menge Spielsachen, Geschenksartikel und Bürobedarf angeboten wird. Nachdem wir ein bisschen Geld ausgegeben hatten machten wir uns auf den Weg in die Silk Street um dort die letzten Besorgungen zu machen (wieder Mal shoppen!).

Am Abend stand noch ein Marktbesuch auf dem Program, wo wir einige Früchte (Drachenfrüchte, Lychee, Wassermelone) erstanden haben. Nach dem Verzehr der Frücht (sehr lecker) und einem gepflegten Bier ging es in die Horizontale, da unsere Plattfüße (kann man nach diesem Tag nur noch so nennen) eintspannen mussten.

19. Tag – Oder endlich wieder Faulenzen in der gemütlichsten Großstadt der Welt

02.06.2011 by fronk

Nach knapp 13 Stunden Schlaf im wohl gemütlichsten Rollbett der Welt kamen wir frisch, ausgeruht und voller Elan in unserem guten alten Beijing an. Gleich darauf standen wir vollbepackt 30 Minuten bei 30 Grad in der Taxiwarteschlange im Pekinger Westbahnhof. Dem Taxifahrer haben wir wie immer unsere U-Bahnstation angesagt (ping’anli; was die meisten Taxifahrer mittlerweile schon beim ersten mal Ansagen verstehen).
Das Taxi in die richtige Straße gelotst, kamen wir also an: schwitzend, fertig und unglaublich müde. Trotzdem ist es schön Beijing bei blauem Himmel und richtiger Sonne zu erleben.

Nach einer eiskalten Dusche gings gleich darauf mit frischem Schwung per U-Bahn Richtung Silk Street, um noch die letzten Besorgungen zu erledigen.
Nach erfolgreicher Schnäppchenjagd (besser gesagt: Feilchen bis aufs Unterhemd), war es Zeit für’s Abendmahl. Es gab: 4 Drachenfrüchte, 3 Riesenbananen, eine Melone und einen ganzen Sack voll Lychees. Und das Ganze für 40 Yuan (4 Euro!). Direkt vom Markt im Hutong nebenan.
Zum Abrunden gabs noch coole Brandteigkugeln mit Vanille-Creme-Füllung und rotem Fell. Hat etwas eigenartig geschmeckt: Das rote Fell war Chillipulver mit Salz :D

Achja, Bier gabs natürlich auch (da antibakteriell).

18. Tag – Oder das warten auf den Zug

02.06.2011 by upholder

Der 18. Tag war geprägt davon noch ein paar Eindrücke aus Pingyao aufzusaugen und zu entspannen bevor es wieder zurück in die schnelle und laute Stadt ging. Wir schlenderten durch die Stadt, kauften noch ein paar Mitbringsel und aßen und tranken Bier (da antibakteriell). Nach der Nahrungsaufnahme kam ich auf die super Idee Andrea für eine Fußmassage zu begeistern. Nach 2 Stunden hatte ich sie soweit und sie willigte ein. Der Fehler meinerseits war, das ich sie dabei bis zur Tür begleiten wollte. Aber so wie immer in China wenn man mal bei einer Tür reingeht bleibt man auch drinnen. Eine Stunde dabei zu zusehen wie meine Frau eine Fuß- und Rückenmassage bekommt war nicht sonderlich aufregend. ABER Danach entschloss ich mich für eine Kopf und Rückenmassage. Herrlich. Zum leidwesen für Fr0nk gab es recht viel Massage fürs Geld. Der Spaß dauerte 2 Stunden und da er sich zunächst geweigert hatte musste er allein im Lokal gegenüber warten. Nachdem wir aber scheinbar entspannt genug aus dem Massagesalon heraustraten und 30 Minuten schwärmten, kam auch Fr0nk in den Genuss einer Massage.

So entspannt und ausgeruht konnten sich unsere tapferen Reisenden auf den Weg zum Zug machen. Die Wartezeit ist in China immer recht kurz da in diesem kleinem Land mit den wenigen Schienenkilometern und Bahnhöfen es scheinbar leichter ist die Züge IMMER pünktlich fahren zu lassen als in unserem schönem Österreich. Von den Preisen ganz zu schweigen. Wir bezogen unsere Schlafkojen und dann war auch schon das Licht aus. In den günstigeren Schlafwagen sind 6 Liegen pro “Abteil” und keine Türe zum Gang. Das Licht wird um 22:00 Uhr gelöscht und die Musik ausgeschaltet. 13 Stunden Zugfahren vor uns und das um 15 Euro.

Fazit: Auch Chinesen schnarchen, nicht nur ich.

17. Tag – Oder im Lonely Planet stehen nicht alle coole Sachen

30.05.2011 by upholder

Update Update Update

 

Nach dem gestrigen faulen Tag an dem wir diesen wundervollen Tag geplant haben, haben wir einen Ausflug (neu Deutsch Trip) zum Mianshan Mountain unternommen.

Gleich vorweg ich werde hier keine Fressorgien beschreiben weil das ja schon bemängelt wurde.

Das Gebiet ist riesig und es gibt unzählige Tempel und Naturdinger zu bewundern. Um 08:00 setzten wir uns in unser Privatauto mit Chauffeur. Nach cirka 80 Minuten waren wir unserem Ziel so nahe gekommen, dass wir aussteigen konnten. Die Leute an der Ticketverkaufsstelle haben so lange auf uns eingeredet bis wir auch einen Tourguide dazugebucht hatten. Das sollte sich noch als weise Entscheidung herausstellen. Also gings wieder ins Auto das jetzt doch überfüllt war weil der Tourguide auch mitfuhr. Die acht Kilometer durch Schlucht waren mit dem Taxi schnell zurückgelegt und wir konnten direkt vor dem Naturwanderpfad aussteigen. Dieser besagte Pfad schlängelte sich durch eine enge Schlucht durch die auch einer der wenigen Wasserläufe in Shanxi fließt. Deswegen heiliger Weg und so. Wir wanderten ungefähr 2 Stunden bis zum Ende und wieder zurück zum Anfang. Unterwegs sahen wir so lustige Dinge wie Dinosaurier (natürlich Plastik), Plastik Rehe und Hasen und hast du nicht gesehen. Das Zeug passte auf jedenfall nicht hierhin. Abgesehen von chinesischem Kitsch gab es noch wasserspeiende Steindrachen, Elefantenrüssel, Betrunke mit Weinkaraffen (aus Stein), Buddhas und alles mögliche und unmögliche was zumindest halbwegs hierher passte. Während dem Zurückmarschierens (kleine Chinesen gehen nicht) taute unser Führer zunehmends auf und man konnte sogar normal mit ihm reden. Das lag aber nicht daran das wir so unsympathisch sind sondern daran das er vor 4 Jahren mit der Uni fertig wurde und seitdem fast kein Englisch mehr gesprochen hat. Nachdem sich unser Englisch aber als annähernd gleich gut oder schlecht herausstellte konnten wir ganz entspannt über Gott und die Welt plaudern. Jetzt wurde ihm auch klar das die drei pummeligen “Westies” doch in der Lage dazu sind ihre Füße zu benutzen.

Somit wanderten wir durch die chinesische Variante der Bärenschützklamm. Es war richtig spannend von einer rostigen Eisenplattform zur nächsten zu springen und dabei aufzupassen seine Kamera nicht zu versenken. Um einen “Forrest Gump Spruch” anzubringen: Und weil wir schon so weit gelaufen waren konnten wir auch gleich weiter laufen. Der Weg führte weiter zu einem Tempel einer lokalen Berühmtheit. Dieser hatte sich Bein amputiert damit er dem Kaiser etwas zu Essen geben konnte. Trotzdem wurde er verbrannt. Seitdem feiern ihn die Menschen in der Region und schlafen einmal im Jahr für ein paar Tage in seinem Tempel und essen nur kaltes Essen (er wurde ja verbrannt). Dort oben stellte sich auch heraus das anscheinend irgendein Westie sich über die Geschichten im Tempel und die Götter lustig gemacht hatte. Darüber war unser Guide natürlich nicht begeistert und nahm an das alle Westies so seien. Es kostete uns einige Überzeugungskraft das wir ganz anderer Meinung sind als diese anderen Trottel (entschuldigung).

Danach war er bereit uns einige Buddhistische Tempel zu zeigen. Andrea und ich erklammen 400 Stufen zu einer Bergspitze und wanderten dort ungefähr eine Stunde zum Tempel of Completeness. Dort wurden wir von Mönchen eingeladen Räucherstäbchen anzuzünden und vor den Statuen zu platzieren. Einige von den Statuen waren eigentlich mumifizierte Mönche die in Ton eingepackt waren. Bei einigen sah man noch Zähne und bei anderen ragten Kleidungs- oder Knochenstücke heraus. Jedenfalls,l wenn man den Menschen dort mit Respekt begegnet (so wie das eigentlich überall sein sollte) kann man beinahe nicht an einem Tempel vorbei gehen ohne eingeladen zu werden. Fotos vom Inneren der Tempel gibt es natürlich nicht. Da wir weiter gegangen sind als ausgemacht haben wir natürlich auch länger gebraucht als ausgemacht. Frank und der Fremdenführer wollte schon eine Vermisstenanzeige aufgeben. Aber zum Glück kamen wir noch rechtzeitig zurück. Da unser Guide jetzt von unserer Aufrichtigkeit überzeugt war besuchten wir noch einige Taoistische Tempel.

Im Taoismus gibt es fast für alles einen Gott und jeder von denen Hat noch Verwandte. Auch hier wieder das selbe Bild. Die Mönche luden uns ein Raucherstäbchen anzuzünden und zu den Göttern zu beten. Was wir natürlich auch taten. Immerhin gibt es einen Gott für Reichtum und Wohlstand. Isgesamt gibt es dort zirka 80 Götterstatuen in 10 Gebäuden zu bewundern. Im Taoismus gibt es für jedes Jahr im chinesischem 60 Jahres Rhythmus einen eigenen Gott. Damit gibt es mit den lokalen Helden und Göttern unzählige Möglichkeiten für sein Glück, langes leben, Wohlstand und was weiß ich noch alles zu beten. Eigentlich sehr interessant auch etwas über die Hintergründe zu erfahren. Aber all das hier aufzuzählen würde den Rahmen dieses Blogs sprengen.

Update:

Die Heimfahrt gestaltete sich wie immer recht unspektakulär und wird hier nicht weiter erwähnt, außer das unser Fahrer scheinbar nicht mehr in die Altstadt fahren wollte und uns einfach vor dem Südtor hinaus warf.

Blöd da wir eigentlich noch einen Bankomaten aufsuchen wollten. Der Fußmarsch zum Hostel war aber zum Glück in 10 Minuten bewältigt. Dort gab es zuersteinmal Essen (keine beschreibung :P ) und Bier (schon wieder) . Der Verzehr dieser Nahrung ging recht schnell vonstatten da wir im / am Mianshan Mountain insgesamt 7 Stunden verbracht haben und dem entsprechend hungrig waren.  Die Autofahrten dauerten auch noch mindestens 2 Stunden. Alles in allem ein ganzer Tag ohne Essen bis zum Abend. Eigentlich wie immer. Das Hungerproblem war gelöst also blieb nur mehr das Geldproblem übrig.

Der Weg zur Bank war weit und unsere Füße dank der vielen Stufen lahm. Also mieteten wir uns ein Tandem und fuhren los. Und kamen an. Geld abgehoben und am Heimweg noch ein paar Touristen an gehupt. Das Fahrrad überlebte die Tortur beinahe unbeschadet und konnte ungefähr eine Stunde später wieder zurück gegeben werden. Mit Geld in der Tasche hatten wir uns noch das ein oder andere kühle Getränk in der Bar nebenan verdient. Um 22:00 oder so gings ins Bett weil wir ja heute (31.5.) mit dem Zug nach Peking aufbrechen.

 

Achja es gibt (schon wieder) neue Bilder in der Gallerie.

Kein Tag aber ein erster Rückblick

29.05.2011 by upholder

Es ist Tag 16. Die Zeit ist 12:00 Uhr. Der erste Rückblick auf die vergangenen Tage oder sollte ich sagen Wochen wird langsam aber sicher fällig.

Für die Statistik

Provinzen:

  • Beijing
  • Guangxi
  • Chongqing
  • Shaanxi
  • Shanxi

Städte:

  • Beijing (Peking)
  • Guilin
  • Yangshou
  • Chongqing
  • Xi´an
  • Pingyao

Verkerhsmittel:

  • Flugzeug
  • Taxi
  • Bus
  • Langdistanzbus (ganz was anderes als normaler Bus)
  • Zug (Hardseater bis jetzt)
  • U-Bahn
  • Schiff
  • Privatauto
  • Minivan oder Minibus
  • Cable Car (Seilbahn)
  • Sessellift
  • Sommerrodelbahn

Zeit in Fahrzeugen:

  • Zug 13 Stunden
  • Taxi 6 Stunden
  • Bus (normal) 1 Stunde
  • Langdistanzbus 7 Stunden
  • Sommerrodelbahn 10 Minuten
  • Seilbahn 5 Minuten
  • Sessellift 10 Minuten
  • Minivan 2 Stunden
  • Privatauto 5,75 Stunden
  • Flugzeug (nur in China) 4,5 Stunden

Distanzen (Luftlinie):

  • Zug 564 Km
  • Flugzeug Guilin nach Chongqing 599 Km
  • FLugzeug Beijing nach Guilin 1720 Km
  • Langdistanzbus ca. 420 Km
  • Taxi ca. 150 Km
  • Privatauto 300Km
  • Sommerrodelbahn 2 Km
  • Sessellift 2 Km
  • Seilbahn 4 Km
  • Bus 3 Km
  • Minivan 110 Km

1400 Fotos geschossen und bis jetzt 1300 hochgeladen.

 

Es gibt wieder neue Bilder in der Gallerie

 

PS: Es ist ein Bild auf dieser Seite versteckt! Es zeigt einen Meter Schnaps. Derjednige der den ersten Kommentar mit der Antwort schreibt bekommt einen Keks.